Grüne Berufe #landgemacht – Qualität.Vertrauen.Zukunft.

Tolle Ergebnisse bei den Erstentscheiden des Berufswettbewerbes der deutschen Landjugend

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Unter dem Motto „Grüne Berufe #landgemacht – Qualität.Vertrauen.Zukunft. findet der diesjährige Berufswettbewerb der deutschen Landjugend statt. Die Erstentscheide an den Berufsschulstandorten haben bis auf den Standort Bernkastel-Kues (Winzer) inzwischen alle stattgefunden und schöne Ergebnisse gebracht. Auf unserer Facebookseite findet Ihr ergänzend jede Menge Fotos von allen Entscheiden.

„Der Berufswettbewerb ist eine gute Vorbereitung auf die anstehenden Prüfungen. Hier kann jeder zeigen, was er drauf hat,“ so der Vorsitzende der Landjugend Rheinland-Nassau Benjamin Purpus zu Beginn des Wettbewerbes. Eine gute Ausbildung sichere die flächendeckende Land- und Weinwirtschaft und die Erhaltung des Steillagenweinbaus. Er wünschte den Teilnehmern viel Erfolg, Mut und Optimismus, um ihre beruflichen Ziele zu erreichen.     

In Rheinland-Nassau nahmen die Azubis zum Landwirt, Forstwirt und Winzer, sowie die Fachschüler zum Wirtschafter in Landwirtschaft und Weinbau teil. In der Hauswirtschaft kam leider keine Gruppe mit ausreichender Teilnehmerzahl zu Stande.

Die Begeisterung für den Berufswettbewerb zeigt einmal mehr, dass es letztendlich entscheidend ist, mit welcher Einstellung die Teilnehmer, aber auch die Richter an den Berufswettbewerb heran gehen und wie sie auch von den Ausbildungsbetrieben dabei unterstützt werden. Sich im Wettbewerb zu messen, den Druck, die Aufgabe gut unter den Augen der Richter zu bewältigen und auszuhalten, für kommende Prüfungen zu üben, die Gemeinschaft mit jungen Menschen in der gleichen Lebenssituation zu genießen, Spaß zu haben, sich auszutauschen und bei dem Sprung in den Bundesentscheid deutlich über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen und neue Freundschaften zu schließen ist gerade für junge Auszubildende und Fachschüler enorm wichtig und bereichernd. Die Anforderungen beruflicher Tätigkeit sind mehr denn je von persönlichen und sozialen Kompetenzen, wie  Kommunikationsfähigkeit, Teamfähigkeit, Kritikfähigkeit und mündlicher Ausdrucksfähigkeit geprägt. Sie gehören zu den Schlüsselkompetenzen im Beruf. Sie sind unabdingbar, um die Herausforderungen im Arbeitsalltag zügig, zielorientiert  und spannungsfrei bewältigen zu können. Gerade diese werden im Berufswettbewerb eingefordert und geübt. Diese Chance zu nutzen gehört auch zu einer guten Ausbildung.

Viele Teilnehmer haben aber auch im Berufswettbewerb enormen Ehrgeiz entwickelt, sich gut vorbereitet und geübt, was sich natürlich direkt in der Platzierung wiedergespiegelt hat. Viele fieberten mit ihren Mitbewerbern mit und bemerkten fachmännisch die kleinsten Fehler, die natürlich bei aller Fachkompetenz auch gemacht wurden. Neben der Qualifikation für den Landes- bzw. Bundesentscheid gab es ja auch attraktive Buchpreise zu gewinnen.

Besonders hervor zu heben ist das enorme ehrenamtliche Engagement, das viele Meister und Techniker als Richter beim Berufswettbewerb zeigten. Ihnen sei an dieser Stelle ganz besonders herzlich gedankt.

Die jungen Auszubildenden zum  Winzer stellten sich im Wettbewerb  Fragen des Allgemeinwissens, zur Berufstheorie und zum Fachrechnen. Zusätzlich musste ein Kundenbrief verfasst werden. Bei der Präsentationsaufgabe sollten die Auszubildenden Ihren Ausbilder überzeugen, warum er sie von der Arbeit für die Teilnahme am Berufswettbewerb freistellen sollte. Bei den Praxisaufgaben war eine Sensorikaufgabe mit Triangeltest, mit Erkennung der vier Grundgeschmacks arten und mit der Rangierung von fünf Proben nach aufsteigendem Zuckergehalt zu bewältigen sowie eine Fassprobe zu ziehen, ein Fass spundvoll zu pumpen  und eine Bodenprobe ziehen.

Die jungen Fachschüler zum Wirtschafter Weinbau stellten sich im Wettbewerb ebenfalls Fragen des Allgemeinwissens, der Berufstheorie und des Fachrechnens. Darüber hinaus sollten sie sich für ein internationales Austauschprogramm fiktiv bewerben. In der Praxis galt es fachgerecht einen Rebschnitt durchzuführen und diesen entsprechend zu begründen, die Filtration mit einem Schichtenfilter sachgerecht zu erläutern und zu demonstrieren sowie in der Sensorik die Kenntnisse und Fähigkeiten rund um Fehlerweine unter Beweis zu stellen.

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Folgende Platzierungen konnten erreicht werden:

DLR Rheinhessen-Nahe-Hunsrück (Weinanbaugebiet Nahe) in Bad Kreuznach:

Weinbau I

1.Platz Kristin Antweiler aus Volxheim, Ausbildungsbetrieb Weingut Raddeck in Nierstein  und Katharina Rößler aus Eckelsheim, Ausbildungsbetrieb Weingut Dr. Heger in Ihringen, 2. Platz Henning Mathern aus Niederhausen, Ausbildungsbetrieb Weingut Robert Weil in Kiedrich und Hendrik Sowka aus Roxheim, Ausbildungsbetrieb Ahrweiler Winzerverein eG aus Bad Neuenahr-Ahrweiler, 3. Platz Calvin Zimmermann aus Marienthal, Ausbildungsbetrieb Winzergenossenschaft Mayschoß-Altenahr eG  und  Christoph Müller

 aus Spay, Ausbildungsbetrieb Weingut Max Müller I aus Volkach.

Weinbau II

  1. 1. Platz Erik Diegel aus Pfaffen-Schwabenheim und Felix Breitenbach aus Frei-Laubersheim, 2. Platz Alexander Barth aus Kirschroth und Mira Bode aus Bad Kreuznach, sowie punktgleich Johann Petry aus Frei-Laubersheim und Barbara Steffes aus Ayl, 3. Platz Julian Geil aus Sprendlingen und Steffen Grünewald aus Bingen.

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Die Auszubildenden zum Landwirt stellten sich am DLR Rheinhessen-Nahe-Hunsrück in Bad Kreuznach, dem DLR Eifel in Bitburg und an der Adolf-Reichwein-Schule in Limburg in diesem Jahr dem Berufswettbewerb. Sie sahen sich in der Theorie mit Fragen des Allgemeinwissens, der Berufstheorie und des Fachrechnens konfrontiert. Bei der Präsentation galt es eine ca. fünfminütige Ausarbeitung entweder zum Thema  „Mein Ausbildungsbetrieb“  oder zum Thema  „Welche Vorteile-/Nachteile hat ein Auszubildender, wenn er/sie auf dem Betrieb wohnt?“ vorzustellen. Bei den Praxisaufgaben galt es 20  Futtermittel, Saatgut und Werkstoffe zu erkennen und ein abgerissenes Beleuchtungskabel wieder fachgerecht anzuschließen. Folgende Platzierungen konnten erreicht werden:

DLR Rheinhessen-Nahe-Hunsrück, Bad Kreuznach

  1. 1. Platz Benjamin Lommatzsch aus Sonnenberg, Ausbildungsbetrieb Schnur Agrar GbR aus Niederhosenbach , 2. Platz Andreas Stauder aus Mainz-Bretzenheim, Ausbildungsbetrieb Bernhard Heep aus Gevenich, 3. Platz Christoph Ackva aus Monzingen, Ausbildung im elterlichen Betrieb,  und punktgleich Sebastian Müller aus Reudelsterz, Ausbildungsbetrieb Georg Kraft aus Mayen-Kürrenberg

Adolf-Reichwein-Schule, Limburg

  1. 1. Platz Raik Körber aus Koblenz, Ausbildungsbetrieb Nikolaus Mosen aus Nickenich, 2. Platz Philipp Mauer aus Treis-Kaden, Ausbildungsbetrieb Ralf Hickmann aus Plaidt und 3. Platz Jan Ritscher aus Lollschied, Ausbildungsbetrieb Oliver Alberti aus Dornholzhausen

DLR Eifel, Bitburg

  1. 1. Platz Christoph Adam aus Ralingen, Ausbildungsbetrieb Jörg Endres in Ammeldingen/Our, 2. Platz Alexander Weber aus Sellerich, Ausbildungsbetrieb Schank-Haff, Hupperdange/Luxemburg, 3. Platz Henrik Schmidt aus Braunfels, Ausbildungsbetrieb Christoph und Magdalena Zelder aus Wittlich-Bombogen

Bei den Fachschülern in der Ausbildung zum Wirtschafter Landwirtschaft galt es ebenfalls Fragen zum Allgemeinwissen und zur Berufstheorie zu bewältigen. Darüber hinaus sollte in einer 15minütigen Präsentation fiktiv einem Junglandwirtestammtisch eine Investition im eigenen Betrieb unter besonderer Berücksichtigung von Tierwohl und Tierschutz vorgestellt werden. In der Praxis war die Erstellung eines Stellenangebotes für eine landwirtschaftliche Fachkraft bzw. das Geschick im Umgang mit dem Schlepper und die richtige Handhabung einer Ackerschlagkartei gefragt.  Hier gingen die Teilnehmer auch in Zweier-Teams an den Start. Folgende Platzierungen wurden erreicht:

DLR Westerwald-Osteifel, Montabaur

  1. 1. Platz Alicia Weyel aus Stockhausen-Illfurth und Sebastian Fröhlich aus Langenhahn, 2. Platz Felix Plies aus Bogel und Robin Weigel aus Nentershausen, 3. Platz Fabian Fröschen aus Rothenbach und Daniel Kuhmann aus Bierlenbach

DLR Eifel, Bitburg

  1. 1. Platz Timo Grengs aus Schleidt und Matthis Hoffmann aus Langsur, 2. Platz Christina Lux aus Stadtkyll und Lukas Meyer aus Gerolstein-Roth, 3. Platz Stefan Meutes aus Rommersheim, Johannes Schmidt aus Oberweis und Jonas Kauth aus Schankweiler

Es ist inzwischen gute Tradition, dass das Forstamt Soonwald mit seiner idealen Lage und Ausstattung Durchführungsort des Erstentscheides des Berufswettbewerbes in der Sparte Forstwirtschaft ist. Das eingespielte Team stellt beste Voraussetzungen für einen reibungslosen Ablauf dar. Auch in der Sparte Forstwirtschaft mussten in der schriftlichen Prüfung Fragen zum Allgemeinwissen, zur Berufstheorie und zum Fachrechnen gemeistert werden. Bei der drei bis fünfminütigen Präsentation konnten die Teilnehmer wählen zwischen 1. „Nennen und erläutern Sie die Sicherheitseinrichtungen der Motorsäge“, 2. „Stellen Sie die vollständige persönliche Schutzausrüstung in der Holzernte vor und erklären Sie diese“ oder 3. „Der Wald liefert den wichtigen Rohstoff Holz. Stellen Sie die Vorzüge dieses Rohstoffes dar“. Auch in dieser Sparte konnten die Richter teilweise sehr gute und kreative Präsentationen erleben. In der Praxis waren der Wechsel einer Motorsägenkette, der Kombinationsschnitt an zwei hoch gelegten Stämmen, der Präzisionsschnitt an zwei liegenden Stämmen, die Anlage einer Fallkerbe und die Bestimmung  von 20 verschiedenen Bäumen, Sträuchern und geschützten Pflanzen gefordert.

Die Forstwirte starteten in zwei Gruppen und ermittelten folgende Platzierungen:

Gruppe I (3. Ausbildungsjahr): 1. Platz Nadine Frietsch aus Trulben,  Ausbildungsbetrieb Forstamt Wasgau, 2. Platz Tim Buchholz aus Bundenthal, Ausbildungsbetrieb Forstamt Wasgau 3. Platz Fabian Emde aus Saulheim, Ausbildungsbetrieb Forstzweckverband Lennebergwald

Gruppe II (2.+1. Ausbildungsjahr): 1. Platz Patrick Bauer aus Lemberg, Ausbildungsbetrieb Forstamt Wasgau, 2. Platz Yannic Piroth aus Liebshausen, Ausbildungsbetrieb Forstamt Soonwald, 3. Platz Jessica Schäfer aus Pirmasens, Ausbildungsbetrieb Forstamt Westrich.

Allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern am Berufswettbewerb der deutschen Landjugend sei abschließend ganz herzlich zu ihren teilweise  hervorragenden Ergebnissen gratuliert. Alle Teilnehmer am Berufswettbewerb der deutschen Landjugend  konnten sich in diesem Jahr als kleine Anerkennung über einen Einkaufs-Gutschein, gespendet von Firma Engelbert Strauss freuen. Ihr sei an dieser Stelle ganz herzlich gedankt. Auch über die Spende von Milchpäckchen seitens der Molkereien Hochwald und Arla für die Wettbewerbstage freuten sich die Teilnehmer. Auch hierfür  sei herzlich gedankt. Ein besonderer Dank geht  an alle Organisatoren vor Ort an den DLR Rheinhessen-Nahe-Hunsrück, Eifel und Westerwald-Osteifel, die Adolf-Reichwein-Schule in Limburg, das Forstliche Bildungszentrum Hachenburg und das Forstamt Soonwald sowie die vielen, vielen ehrenamtlichen und hauptamtlichen Richterinnen und Richter und helfenden Hände im Hintergrund, ohne deren Unterstützung und Mithilfe die Durchführung des Berufswettbewerbs gar nicht möglich wäre.

Im Landesentscheid am 17. +18. April treffen sich die besten Landwirte und Forstwirte auf der DEULA in Bad Kreuznach zum Landesentscheid. Die Winzer gehen für die jeweiligen Anbaugebiete direkt im Bundesentscheid Anfang Juni in Lauffen am Neckar an den Start. Landwirte und Forstwirte messen in Herrsching am Ammersee im Bundesentscheid ihr Können. Die besten aus Rheinland-Pfalz werden in einem Vorbereitungslehrgang noch einmal fit für den Bundesentscheid gemacht. Ihnen allen sei schon jetzt weiterhin viel Spaß und Erfolg gewünscht. Drücken wir allen Wettbewerbern die grünen Daumen.

 

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