TOP-Kurs Teilnehmer in Berlin

TOP-Kurs 2020 geht zu Ende

Mit mehr Weitblick und Offenheit ins Leben gehen

Unter dem Motto „Gemeinsam – am Puls der Zeit gestalten“ fand vom 02.01. bis  zum 06.03.2020 der 45. TOP-Kurs der Andreas-Hermes-Akademie statt. Der TOP Kurs ist ein Erlebnis, das man nicht vergleichen kann. Es sind neun Wochen intensives Zusammenleben mit charismatischen und unterschiedlichsten Charakteren, die  ihr ehrenamtliches Interesse in der Landwirtschaft verbindet. Vermittelt wird unter anderem das Handwerkszeug zur politischen Mitgestaltung. Dazu gehören Präsentation, Moderation, Medientraining und die aktive Auseinandersetzung mit agrarpolitischen Themen.

Andreas Konrad aus Budenbach

Andreas Konrad aus Budenbach

„Der Kurs ermutigt mich täglich, meine Grenzen zu erweitern”, so Andreas Konrad, Agraringenieur und Land- und Baumaschinenmechaniker im elterlichen Betrieb aus Budenbach, Rhein-Hunsrück-Kreis. „Der TOP-Kurs hat mich gelehrt, das Leben mehr zu hinterfragen und die Gemeinschaft und den Zusammenhalt mehr zu fördern“ schildert zutiefst beeindruckt Andreas Konrad sein Erleben des TOP-Kurses 2020, bei dem er in eine neue Welt eingetaucht ist.

Ziel des TOP-Kurses ist neben den Informationen zur deutschen und europäischen Agrarpolitik insbesondere sich über die eigenen Stärken und Besonderheiten bewusst zu werden. Gleichzeitig entsteht zusätzliches Bewusstsein für die Wichtigkeit des “Anders-Seins” der Kolleginnen und Kollegen, die durch ihre Persönlichkeiten die Gruppe vollständig werden lassen.

Im mittlerweile 45. TOP-Kurs lernte Andreas Konrad Elemente des Lebens kennen, für die bisher vermeintlich keine Zeit war. Neben den Basics wie Rhetorik und Kommunikation, Moderation und selbstbeschreibendes Persönlichkeitsprofil DISG, Präsentation, Stil & Etikette kam natürlich auch die Agrarpolitik nicht zu kurz. Hier lernten die TOP-Kursler die landwirtschaftlichen Organisationen und Verbände in Gesprächen mit führenden Persönlichkeiten genauso kennen, wie Parlamentarier des Deutschen Bundestages. Während der Internationalen Grünen Woche in Berlin boten sich sehr viele Möglichkeiten, sich bei den verschiedensten Veranstaltungen, einen Überblick über die gesamte landwirtschaftliche Branche zu verschaffen. Hier galt es 40 Termine innerhalb von sechs Tagen zu bewältigen. Gespräche mit starken Persönlichkeiten aus den verschiedensten Organisationen der Agrarbranche  und der Politik gehörten genauso dazu, wie ein Besuch des Kanzleramtes. In diesem Zusammenhang ist es eine Aufgabe des Kurses, eine gemeinsame agrarpolitische Vision zu erarbeiten und diese zu vertreten, getreu dem Kurs-Motto: „Gemeinsam – Am Puls der Zeit gestalten”.

„Für mich war wichtig, dass man in Zukunft auf jeden Fall besser einander zuhört und die Wünsche von anders Denkenden respektiert, nicht klein redet und nur über Maßnahmen spricht. Man spricht immer viel zu viel über Maßnahmen. Man muss sich einfach mehr über Ziele Gedanken machen, wer mit wem zusammen  Ziele erreichen kann. Es funktioniert viel besser, wenn man ein offenes Ohr in beide Richtungen hat und den Landwirten auch eine Plattform bietet. Wichtig ist auch, dass Landwirte sich selbst darum kümmern, wie sie nach außen wirken und wahrgenommen werden.  Man betreibt ja als Landwirt immer Öffentlichkeitsarbeit, egal was man tut. Darüber sollte man sich im Klaren sein“, so Andreas Konrad zusammenfassend.

Teamtraining der TOP Kurs Teilnehmer

Ein Outdoor-Teamtraining schweißte die Teilnehmer des TOP-Kurses weiter zusammen

Bei einem Outdoor- und Teamtraining konnten die Teilnehmer/innen ihre Grenzen ausloten und erkennen, wie viel mehr in einem funktionierenden Team möglich ist. Ein effektives Zeit- und Selbstmanagement sind ein Schlüssel zu einer funktionierenden Work-Live-Balance. Auch hierin erhielten die Teilnehmer/innen des TOP-Kurses vertiefte Einblicke. Viel Raum nahmen auch die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und Möglichkeiten und Grenzen von Social Media ein, mit denen sich die TOP-Kursler intensiv beschäftigten.

Bei einer Tour nach Brüssel und Paris lernten sie die Mechanismen und die ganz eigene Welt der Europäischen Gemeinschaft und der dort arbeitenden Institutionen kennen. Ausgiebige Gespräche verschafften einen spannenden Überblick über die Funktionsweisen, der doch Vielen sehr fremden Welt der länderübergreifenden Zusammenarbeit und der dazu notwendigen Instrumente und Abläufe. Zum zweiten Mal besuchte der TOP-Kurs die Deutsche Botschaft in Paris, um aktiv mit französischen Gesprächspartnern über die Zukunft der Land- und Lebensmittelwirtschaft zu diskutieren. Aber auch die Kultur kam mit einem Kurzüberblick über die Highlights von Paris vom Eifelturm, über den Triumphbogen, die Champs Elysees bis hin zum Louvre nicht zu kurz und ließ die Fußsohlen glühen.

TOP-Kurs Teilnehmer in Paris

Die Teilnehmer besuchten unter anderem Frankreichs Hauptstadt

Eine Tour nach Frankfurt/Main verschaffte den Teilnehmer/innen Einblicke in die Arbeitsweisen und Aufgaben der Landwirtschaftlichen Rentenbank und die Deutsche Landwirtschaftliche Gesellschaft (DLG). Auf einer Kurzreise nach Rom lernten die Teilnehmer/innen des TOP-Kurses neben den historischen Stätten und dem Vatikan die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen FAO kennen. Auch ein Treffen und eine Diskussion  mit dem italienischen Bauernverband brachte spannende Einblicke in deren Ansichten, Organisationsformen und Produktionsweisen.

Die Einstudierung eines Theaterprojektes und dessen Aufführung während der Altfredeburger Woche vor den ehemaligen TOP-Kurslern forderte die kreative Ader der Teilnehmer/innen und ließ diese in völlig ungewohnte Rollen schlüpfen. So mach eine/r versuchte sich hier zum ersten Mal als Schauspieler/in. Und es wurde richtig gut! Während der Altfredeburger Tage konnte das Netzwerk der Ehemaligen intensiv genutzt und neue Kontakte geknüpft werden. Den Abschluss der äußerst intensiven Top-Kurs-Zeit stellte eine Kurzreise nach Marokko dar. Hier tauchten die Teilnehmer/innen in eine ganz andere Welt und Produktionsweisen in der Landwirtschaft ein. Die Besichtigungen reichten von einem Milchviehbetrieb, über eine Getreideverladung in Casablanca, bis hin zu einer Olivenölprobe, einer Weinverkostung und dem Besuch einer Paprikafarm mit einem wunderbaren Essen mit marrokanischen Köstlichkeiten.

Randvoll mit den verschiedensten Eindrücken kehrte Andreas Konrad jetzt wieder in den elterlichen Betrieb zurück und der Alltag hat ihn wieder. Bleiben werden ihm ein großartiges, bundesweites Netzwerk mit Gleichgesinnten, eine unglaublich intensive Zeit und ganz viel neue Erfahrungen, Einblicke, Denkanstöße und Rüstzeug für seine weitere ehrenamtliche Arbeit. „Alleine durch machen und durch andere Leute fördern kann man in einer Gemeinschaft so viele Ziele erreichen und selbst für sich so viel mitnehmen“, ist sich Andreas Konrad sicher.

Genossen haben die sehr intensive Zeit des TOP-Kurses alle Teilnehmer. Ihr Rat an zukünftige Teilnehmer: Unbedingt mitmachen, wenn es sich irgendwie einrichten lässt. „Ich würde sagen, das war eine sehr intensive und auch sehr anstrengende Zeit. Wir hatten immer viel Programm, aber es hat sich zu 1000 Prozent gelohnt und ich würde den Kurs jederzeit wieder machen. Es ist einfach Wahnsinn, was man alles gelernt hat“, so Andreas Konrad abschließend.

Der TOP-Kurs 2021 findet vom 02.01. bis 07.03.2021 statt. Interessenten am TOP-Kurs 2021 sollten sich schon jetzt gerne bei den Kreisbauern- und Winzerverbänden in Rheinland-Nassau oder bei Rotraud Weber, Landjugend Rheinland-Nassau, Telefon-Nr.: 0261/9885-1114 melden.

TOP Kurs kann man nicht beschreiben – TOP Kurs muss man erleben! Bewerbt euch!